Der Freundeskreis

 der Jüdischen Kultusgemeinde Erlangen e.V. ( F.J.K. )

Wir begrüßen die Wiedergründung der Jüdischen Kultusgemeinde in Erlangen am 2.April 2000

 und das damit verbundene Wiederaufleben jüdischen Lebens in Erlangen.

 

Wir wollen die kulturelle Arbeit der Gemeinde unterstützen, Solidarität mit unseren jüdischen Mitbürgern

 zeigen und öffentlich gegen jede Form von Antisemitismus auftreten.

 

Unser Anliegen wird getragen von der Stadt Erlangen,

von Bürgereinnen und Bürgern der Stadt Erlangen und des Umlandes,

die in der Politik in Stadt und Land Verantwortung tragen,

die sich in Kirchen und in der Jüdischen Kultusgemeinde Erlangen engagieren,

die das Gespräch und die Begegnung suchen,

die uralte Vorurteile abbauen und den inneren Frieden in unserer Stadt sichern wollen.

 

Bitte schließen Sie sich uns an!

 

 

Die jüdische Kultusgemeinde in Erlangen

 

Die Etablierung einer neuen jüdischen Gemeinde im Jahre 2000 hat eine Vorgeschichte.

Ab dem Jahre 1974 trafen Herr Shlomo Lewin und Herr Josef Jakubowicz konkrete Vorbereitungen, auch in Erlangen wieder eine jüdische Gemeinde entstehen zu lassen. Dieses Vorhaben wurde 1980 durch den Mord an Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frieda Poeschke jäh beendet. Ihre Namen und ihr tragisches Schicksal bleiben in unserer Stadt unvergessen. Wir werden ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Eine neue Situation entstand durch den wachsenden Zuzug jüdischer "Kontingentflüchtlinge" aus Russland und aus angrenzenden Ländern seit 1996. Die voranschreitende Integration dieser neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger ermöglichte und erforderte auich die Gründung einer neuen jüdischen Gemeinde. Dies gelang im Jahre 2000 unter tatkräftiger Mithilfe Erlangener Bürgerinnen und Bürger, denen an einer Vielfalt kulturellen Lebens unter Einschluss jüdischen Lebens sehr gelegen war.

 

Die Jüdische Kultutsgemeine Erlangen hat zur Zeit ca. 100 Mitglieder und befindet sich in einer langwierigen Konsolidierungsphase.

Die Gemeinde ist z. Zt. mehrsprachig: deutsch, russisch, jiddisch.

Die liturgische Sprache ist hebräisch.

Die jüdische Kultusgemeinde in Erlangen praktiziert den orthodoxen Ritus.

 

Allen Mitgliedern gemeinsam ist die Hoffnung, in Erlangen ein Leben ohne Diskriminierung und ohne Furcht führen zu können. Sie vertrauen unserer freien Gesellschaftsordnung, die allen Bürgern persönliche, religiöse und kulturelle Entfaltung und ein Leben in Menschenwürde garantiert. 

 

Die Gründung des Freundeskreises

 

Der geschichtlich-politische Hintergrund, vor dem in Erlangen sich neues jüdisches Leben entwickelt, ist gut dokumentiert, vor allem dank der Arbeit der Beauftragten der Stadt Erlangen für die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, Frau Ilse Sponsel.

 

Die Kirchen haben erkannt, dass sich Antiseminitsmus auch aus kirchlichem Antijudaismus gepeist hat. Sie bekennen, vor allem in überörtlichen Gremien, ihre Mitschuld an der Entwicklung zum Holocaust.

Zur Bildung eines neuen Bewusststeins trägt u. a. auch die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Erlangen bei.

 

Viele nichtjüdische Erlanger kannten bisher Juden und Judentum nur aus Überlieferungen, die sie immer mit Verfolgung und Vernichtung konfrontierten. Dies drängte alle Beteiligten in ein Täter-Opfer-Rollenspiel und blockierte ein vorurteilsfreies neues Miteinander.

 

Heute leben wieder Jüdinnen und Juden in Erlangen. Dafür sind wir dankbar. Sie eröffnen uns Nachgeborenen, Alteingesessenen und Zugezogenen, Christen, Muslimen, Juden, Angehörigen anderer Gemeinschaften eine Chance zu einem Neuanfang im Zusammenleben und Voneinander lernen. Wir müssen sie nutzen, um der Zukunft unserer Kinder willen.

 

Die Jüdische Kultusgemeinde Erlangen und ihr Vorstand sind zum Dialog bereit.

 

Am 19. September 2004 haben sechzehn Bürgerinnen und Bürger Erlangens und seines Umlandes, unter ihnen Personen, die öffentliche Verantwortung tragen, den Freundeskreis der Jüdischen Kultusgemeinde Erlangen e. V. (F.J.K.) gegründet.

 

Was ist konkret zu tun?

 

Was streben wir an?

 

  • Gelebte Solidarität mit den unter uns lebenden Jüdinnen und Juden und der Jüdischen Kultusgemeinde
     

  • Abwehr jeder Art von Antisemitismus
     

  • Gewährung von Schutz im Falle von Bedrohung
     

  • Volle Integration jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in unsere Gesellschaft
     

  • Unterstützung jüdischer Menschen in den Fragen des Alltags und in Notlagen
     

  • Abbau von Vorurteilen durch Begegnung von Menschen vor Ort
     

  • Gegenseitiges kennen lernen und Respektieren der jeweils andren Tradition
     

  • Einladung zur Teilnahme an jüdischen und - wenn gewünscht - christlichen Festen
     

Diese Aufzählung ist nicht abgeschlossen, sondern Gegenstand laufender Erörterungen. Sie sind herzlich eingeladen, sich an diesen zu beteiligen.

 

 

 

 

Hier können Sie mit uns in Verbindung treten, schreiben Sie uns eine e-mail!

 

 

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