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Banu Hoskekh leGaresh
Wir sind gekommen, um
Dunkelheit zu vertreiben.
In unseren Händen ist Licht und Feuer.
Jedermann ist ein kleines
Licht,
und zusammen sind wir ein
starkes Leuchten.
Weiche Dunkel, weiche
Schwärze
schwindet vor dem
Licht.
Kislev ist der 9. Monat im hebräischen Jahr.
Das Sternzeichen (Masal) für Kislev ist ein Bogen
. G.tt segnete Noah
am Anfang von KISLEV und zeigte ihm den ersten Regenbogen der Welt. Es
war ein Zeichen und ein Versprechen: Nie wieder würde die Welt durch
eine Flut zerstört werden.
Zurzeit, als die Syro-Griechen
unter Antiochus IV Epiphanes
(175-164 v.u.Z.)
Judäa und Samaria besetzt hielten, verboten sie 167 v.u.Z. die
Praktizierung jüdischer Riten, wie die Beschneidung, das Einhalten des
Schabbats etc. unter Todesstrafe. Sie unterdrückten das jüdische Volk,
ent-weihten den Tempel, dadurch, dass sie dort Schweine opferten,
Götzenfiguren aufstellten und die geheiligten Geräte zerstörten.
Deshalb wehrte sich der jüdische Priester Mattathias mit seinen fünf
Söhnen, sammelte Zionisten um sich und begann in Modi’in unter der
Führung von Judas Makkabäus den
so genannten
Makkabäeraufstand gegen
die Unterdrücker. Judas Makkabäus gelang es 165 v.u.Z. die
syro-griechischen Feinde zu vertreiben, den Tempel zu reinigen und neu
G.tt zu weihen.
Als Judas Makkabäus den ruinierten
Tempel betrat, fand er von den sieben Ölgefäßen für den Leuchter nur
noch eines, das intakt und koscher war. Um neues, für den Tempeldienst
ge-heiligtes Öl herzustellen, bedarf es acht Tage.
Nach jüdischer Legende reichte dieses gefundene Öl auf wundersame
Weise für acht Tage. Deswegen heißt die Begebenheit auch das
"Lichtwunder".
Daher findet man in den jüdischen
Häusern überall den neunarmigen Chanukka-Leuchter "Chanukkia"
Die Chanukkia hat im Gegensatz zur siebenarmigen
"Menora" acht Arme und
noch einen neunten, den so genannten Diener "Schamasch". Dieser hat
den Zweck, die anderen Kerzen anzuzünden. Sie werden beginnend von
rechts nach links auf die Chanukkia gesteckt, entzündet werden sie von
links nach rechts. Am ersten Tag werden der "Schamasch" und nur eine
Kerze angesteckt, an den nächsten Tagen kommt jeweils eine weitere
hinzu, bis am achten Tag alle neun Kerzen brennen. Damit soll ein
ständig wachsender Glaube symbolisiert werden, der aus der Dunkelheit
heraus zum Licht führt.
Die Bedeutung des Aufstandes:
Die Unterdrückung der Juden durch Antiochus sollte die kulturelle
Umerziehung zum Hellenismus bewirken und somit die jüdische Kultur
vernichten, Integration des Judentums im Hellenismus. Anfangs schien
dies auch zu gelingen, besonders in der Stadt Jeruschalajim. Die
Gefahr kam sowohl von innen als auch von außen. "Doch war das Judentum
wohl nie zuvor in einer solchen Gefahr vollständiger Ausrottung wie
während der systematischen, mitleidlosen Verfolgung, die Antiochus
Epiphanes durch seine Dekrete angeordnet hatte. [...] Der Fortbestand
des jüdischen Volkes, der solche Auswirkungen auf die Weltgeschichte
hatte, wurde sichergestellt durch den Kampf der Hasmonäer und die
Standfestigkeit der judäaschen Bevölkerung im vierten Jahrzehnt des
zweiten vorchristlichen Jahrhunderts." (Chanukah/ha-sas2)
Seitdem hat es viele Versuche
gegeben, das Judentum auszurotten. Obwohl der Tempel noch immer
zerstört ist, lebt das Judentum, auch in Erlangen. Aber auch heute
lauert die Gefahr, nicht so sehr von außen, sondern von innen.
Droht die Konsumgesellschaft das
bisschen Religiosität, die es noch gibt in unserer Gesellschaft, zu
zerstören? Hiergegen nützt keine Waffengewalt, sondern eine moralische
Aufrüstung.
Das Wort "Chanukka"
bedeutet "EINWEIHUNG".
Nachdem der Tempel wieder rituell gereinigt war, spricht man auch von
Neueinweihung, und das ist gerade die Bedeutung der Lichter, sie
dienen uns zur Besinnung, zur Neueinweihung unserer Religion, ohne
Vermischung mit heidnischen Gebräuchen.
Arjeh Lieo Gur

Ein
sinnvolles und
besinnliches
Chanukka

wünscht euch das Team von JKG-Erlangen
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