Wochenprogramm für Februar 2012

שיעור עם הרב  

Schiur mit dem Rabbi 

45 Minuten mit dem Rabbi   

dreimal wöchentlich 45 Minuten über und mit uns

  

 

Ich möchte Sie recht herzlich zum Schiur einladen.

 

Was ist ein Schiur?

 

Ein Schi'ur שׁיעורbzw. Schiur bezeichnet einen Vortrag oder eine gemeinsame Erörterung und Auslegung von Passagen aus der Tora, dem Talmud oder anderer heiliger Schriften. Dabei kann es sich sowohl um reguläre Unterrichtseinheiten als auch gemeinsame Veranstaltung interessierter Laien handeln.

 

Jeder Shiur behandelt ein in sich geschlossenes Thema. Im Ablauf des jüdischen Jahres sprechen wir über Paraschat Haschawua, Feiertage,  Israel, aktuelle Fragen und Probleme, Gesprächsrunde über Religion, Tradition, Familie, Gesundheit und verschiedene andere Probleme, bei der auch Fragen zu diesen Themen diskutiert und beantwortet werden sollen.

 

Neue TeilnehmerInnen sind jederzeit herzlich willkommen.

Der Anschluß ist problemlos. Sie werden sich in unserem Kreise wohlfühlen.

 

Die Schiur wird im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins und an folgenden Tagen stattfinden:

Freitag    von 18:00 bis 18:45 Uhr

Samstag   nach dem Kiddusch max. 45 Minuten

Sonntag   von 10:00 bis 10:45 Uhr

(am Sonntag wird der Shiur nur nach Anmeldung vom mindestens 9 TeilnehmerInnen stattfiden)

 

An Feiertagen und in der Ferienzeit wird es keinen Schiur geben.

Euer Rabbiner

 

 

Wir laden zu den wöchentlichen Veranstaltungen herzlich ein:

 

 

 

 Erev Schabbat ( Freitag abends )  19.00 Uhr

Empfang des Schabbats ( Abendgebet )

Kiddush

 

Schabbat ( Samstags ) 10.00 Uhr

Morgengebet mit Thorahlesung

Kiddush

 

 

 

 
 
 

                                                                

 

 

Die Heiligkeit der Synagoge und des Lehrhauses

 

In der Zeit des so genannten 'Ersten Tempels' (950 v.Z – 586 v.Z.) gab es eine Art Schul העם בית (Beth-haAm, d.h. Haus des Volkes Jer. 39:8), die von den Babyloniern – mit dem Tempel in Jerusalem – niedergebrannt wurden. Diese Bezeichnung wurde im Volksmund lange Zeit beibehalten. Die Benutzung des Namens בית העם (Beth-haAm) späterבית עמא  (Beth Ama) blieb lange Zeit allgemein gebräuchlich. Damals bestand wie heute besteht die Gefahr, die Synagoge als vermeintlichen Aufenthaltsort für Feierlichkeiten zu benutzen, ohne religiöse Eingebundenheit und dadurch die Einwohnung des Ewigen zu verhindern. Deshalb warnte bereits Rabbi Jismáél ben Eleázar, er sagte: „Wegen zwei Sünden sterben Leute aus dem gemeinen Volke: weil sie die heilige Lade לארון הקדש (leAron haKodesh) Schrein ארנא (arna) nennen, und weil sie das בית הכנסת (beth haKnesset Volkshaus בית עם (beth Am) nennen.“ (Sabbath II 32a)

 

Tatsächlich ist eine jüdische Gemeinde mitsamt ihren Mitgliedern für das Judentum zum Tode verurteilt, wenn Beten, Danken und Lesen aus der Torah vernachlässigt werden,  sich dadurch zu einem Volkshaus, ohne Begegnung mit dem Ewigen und Seiner Weisung (Torah), degradiert.

 

Die Synagoge ist mehr als ein Gebäude, ja mehr als ein kulturelles Gemeindezentrum. Vielmehr stellt die Synagoge mit ihrer 'Torah' eine geistliche Körperschaft dar. Die Rabbiner lehren, dass die 'Schechinah' שכינה (g.ttlicher Geist) in der Synagoge wohne.

 

Der 'Kizzur Schulchan Aruch' sagt im Abschnitt 13: „Die Heiligkeit der Synagoge בית הכנסת (beth haKnesset) und des Lehrhauses בית המדרש (beth-haMidrash) ist sehr groß גדולה מאד (kedola meod), und für sie ist uns geboten, uns vor Ihm zu fürchten, der in ihnen wohnt, gepriesen sei Sein Name, wie es heißt (Lev. 19:30), und mein Heiligtum sollt ihr fürchten; und die Synagoge und das Lehrhaus werden ebenfalls ein Heiligtum מקדשi (mikdash) genannt; so steht in Ezeckiel 11:16, ich werde ihnen ein kleines Heiligtum מקדש מעט (mikdash me’at) sein, und das erklären wir, das sind die Synagogen und die Lehrhäuser.“

 

Die Synagoge mit בית המדרש (Beth-haMidrasch, dem Lehrhaus, von דרש darash Auslegung der Schriften) wurde zum Zentrum des jüdischen Lebens. Das Herz des Judentums ist die Torah, die Weisung und Lehre G.ttes, so gesehen ist das Lernen daraus der Puls des Judentums. Der Puls des Judentums schlägt am lebendigsten dort, wo » gelehrt und gelernt « wird.

 

Man soll sich immer darüber bewusst sein, dass die Synagoge mit ihrem Aron haKodesh, der Heilige Schrank, mit seiner darin befindlichen heiligen Sefer Torah das Herz des Judentums ist, dass seit der Zerstörung des Tempels die Synagoge sozusagen den Tempel vertritt.

Info: Falls die hebräischen Zeichen nicht korrekt angezeigt werden, installieren Sie die hebräische Sprachunterstützung in Ihren Betriebssystem.

 

Das Thoralesen geschieht in unserer Gemeinde jeden Schabbat ( Samstag ) um 10 Uhr in unserer neuen Synagoge Rathsberger Str. 8b, jeder Interessierte ist dazu herzlich eingeladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rathsberger Str. 8b
D-91054 Erlangen
 
 
Schabbatzeit für 11.02.2012
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