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Die
Heiligkeit der Synagoge und des Lehrhauses
In der Zeit des so genannten 'Ersten Tempels'
(950 v.Z – 586 v.Z.)
gab es eine Art Schul העם בית
(Beth-haAm, d.h.
Haus des Volkes Jer. 39:8),
die von den Babyloniern – mit dem Tempel in Jerusalem – niedergebrannt
wurden. Diese Bezeichnung wurde im Volksmund lange Zeit beibehalten. Die
Benutzung des Namens בית העם (Beth-haAm) späterבית עמא (Beth
Ama) blieb lange Zeit allgemein
gebräuchlich. Damals bestand wie heute besteht die Gefahr, die Synagoge als
vermeintlichen Aufenthaltsort für Feierlichkeiten zu benutzen, ohne
religiöse Eingebundenheit und dadurch die Einwohnung des Ewigen zu
verhindern. Deshalb warnte bereits Rabbi Jismáél ben Eleázar, er sagte:
„Wegen zwei Sünden sterben Leute aus dem gemeinen Volke: weil sie die
heilige Lade לארון הקדש
(leAron haKodesh)
Schrein ארנא
(arna) nennen, und weil sie das בית
הכנסת (beth haKnesset Volkshaus
בית עם (beth
Am) nennen.“
(Sabbath II 32a)
Tatsächlich ist eine jüdische Gemeinde
mitsamt ihren Mitgliedern für das Judentum zum Tode verurteilt, wenn Beten,
Danken und Lesen aus der Torah vernachlässigt werden, sich dadurch zu
einem Volkshaus, ohne Begegnung mit dem Ewigen und Seiner Weisung (Torah),
degradiert.
Die Synagoge ist mehr als ein Gebäude, ja
mehr als ein kulturelles Gemeindezentrum. Vielmehr stellt die Synagoge mit
ihrer 'Torah' eine geistliche Körperschaft dar. Die Rabbiner lehren, dass
die 'Schechinah' שכינה
(g.ttlicher Geist) in
der Synagoge wohne.
Der 'Kizzur Schulchan Aruch' sagt im
Abschnitt 13: „Die Heiligkeit der Synagoge בית הכנסת
(beth haKnesset) und des
Lehrhauses בית המדרש (beth-haMidrash)
ist sehr groß גדולה מאד
(kedola meod),
und für sie ist uns geboten, uns vor Ihm zu fürchten, der in ihnen wohnt,
gepriesen sei Sein Name, wie es heißt (Lev. 19:30),
und mein Heiligtum sollt ihr fürchten; und die Synagoge und das Lehrhaus
werden ebenfalls ein Heiligtum
מקדשi
(mikdash) genannt; so steht in
Ezeckiel 11:16, ich werde ihnen ein
kleines Heiligtum
מקדש
מעט (mikdash me’at)
sein, und das erklären wir, das sind die
Synagogen und die Lehrhäuser.“
Die Synagoge mit
בית המדרש (Beth-haMidrasch,
dem Lehrhaus, von דרש
darash Auslegung der Schriften)
wurde zum Zentrum des jüdischen Lebens. Das Herz des Judentums ist die Torah,
die Weisung und Lehre G.ttes, so gesehen ist das Lernen daraus der Puls des
Judentums. Der Puls des Judentums schlägt am lebendigsten dort, wo »
gelehrt und gelernt
« wird.
Man soll sich immer
darüber bewusst sein, dass die Synagoge mit ihrem Aron haKodesh, der Heilige
Schrank, mit seiner darin befindlichen heiligen Sefer Torah das Herz des
Judentums ist, dass seit der Zerstörung des Tempels die Synagoge sozusagen
den Tempel vertritt.
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Das
Thoralesen geschieht in unserer Gemeinde jeden Schabbat ( Samstag ) um 10
Uhr in unserer neuen Synagoge Rathsberger Str. 8b, jeder Interessierte ist
dazu herzlich eingeladen.
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